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Elterngeld und Einkommensteuer

15.05.2019

Elterngeld ist steuerfrei. Leider gibt es hier ein gewichtiges aber. Weil es dem sogenannten Progressionsvorbehalt unterliegt, wird es schlussendlich doch indirekt mitversteuert, indem es den Einkommenssteuersatz erhöht.

Am besten lässt sich dies an einem einfachen Beispiel erklären:

Ihr steuerpflichtiges Einkommen in 2019 beträgt 50.000,- EUR. Der Steuersatz beträgt (schätzungsweise) 25%, die Einkommensteuer mithin 12.300,- EUR. Nun prüft das Finanzamt, ob Sie in diesem Jahr sogenannte Progressionsleistungen (Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Krankengel, Arbeitslosengeld I, etc.) erhalten haben. Nehmen wir an, dass Sie 10.00,- EUR Elterngeld erhalten haben. Ihr „fiktives“ steuerpflichtiges Einkommen beträgt nun 60.000,- EUR, der Steuersatz wäre ca. 27%.

Nun wird dieser (höhere) Steuersatz auf Ihre originär steuerpflichtigen Einkünfte angesetzt. Also auf 50.000,- EUR kommt nun ein Steuersatz von 27%, anstatt 25%. Die Einkommensteuer erhöht sich aufgrund des Elterngeldes um 1.200,- EUR auf 13.500,- EUR.

Tipps zum Progressionsvorbehalt:

  • Je weniger steuerpflichtiges Einkommen im Kalenderjahr, desto schwächer der Progressionseffekt.

  • Besonders „hart“ trifft es zusammen veranlagte Elternteile, bei denen einer sehr gut verdient und der andere auch ein hohes Elterngeld hat.

  • Legen Sie Geld für die Steuernachzahlung zurück, wenn der arbeitende Elternteil während der Elternzeit des Partners den Lohn mit Lohnsteuerklasse 3 besteuern lässt.

  • Lassen Sie frühzeitig Ihre Steuerschuld berechnen, damit keine „bösen Überraschungen“ auf Sie zukommen.

  • Bei den Progressionseinkünften gilt das Zuflussprinzip. Wenn der Elterngeldbezugsstart um den Jahreswechsel beginnt, planen Sie sorgfältig, in welchem Jahr es klüger ist, die erste (Nach-)zahlung vom Elterngeld zu erhalten.

Wir helfen Ihnen bei der Planung und geben Ihnen gern weitere Tipps!

Weitergehende Informationen zum Elterngeld und Einkommensteuer finden Sie in diesem Video: https://youtu.be/LoVMKXG57gA

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