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Mutterschaftsgeld Rechner

mit unserem Mutterschaftsgeld-Rechner können Sie schnell und einfach Ihren Anspruch berechnen

Von , Dipl.-Finanzwirt (FH) Aktualisiert am

Mutterschaftsgeld wird der Nettolohnersatz genannt, den Mütter während der Schutzfristen vor und nach der Geburt erhalten. Er setzt sich bei Angestellten aus dem laufenden Mutterschaftsgeld der Krankenkasse (max. 13€ pro Tag) und dem Arbeitgeber-Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zusammen. In unserem Mutterschaftsgeldrechner können Sie schnell und einfach die Berechnung des Mutterschaftsgeldes nachvollziehen und den Arbeitgeber-Zuschuss zum Mutterschaftsgeld selbst berechnen.

Kurz gesagt: Gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen erhalten im Mutterschutz von der Krankenkasse bis zu 13 € pro Tag, der Arbeitgeber zahlt die Differenz zum bisherigen Netto dazu. Bei 2.400 € Netto im Monat sind das zusammen rund 80 € pro Kalendertag. Stand: Oktober 2026.

Schritt 1 von 3 Ihre Situation

Was wissen Sie schon?
Noch nicht bekannt? Mit dem Mutterschutzrechner berechnen – oder geben Sie den errechneten Termin an.
Der Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem Termin.
Wie sind Sie krankenversichert?
Dann 12 statt 8 Wochen nach der Geburt (127 statt 99 Tage). Bei einer Behinderung des Kindes auf Antrag ebenso.
Trifft etwas davon zu? (sonst einfach weiter)

Dann zählen die drei Monate vor Ihrer Elternzeit bzw. vor dem Mutterschutz für das ältere Kind – mit den Abzügen von damals. Welcher war der letzte Monat mit vollem Gehalt?

Beenden Sie die Elternzeit zum Beginn des Mutterschutzes?
Nur das Brutto bekannt? Dann schätzt der Rechner das Netto – dafür braucht er in Schritt 2 Ihre Angaben zur Steuer.

Die Tage tragen Sie in Schritt 2 beim jeweiligen Monat ein. Bei Kurzarbeit: Tragen Sie das Netto ein, das Sie ohne Kurzarbeit bekommen hätten.

Einmalzahlungen zählen nicht mit. Den Betrag tragen Sie in Schritt 2 beim jeweiligen Monat ein.

Das Netto des zweiten Arbeitgebers tragen Sie in Schritt 2 je Monat ein. Den Zuschuss teilen sich die Arbeitgeber.

Schritt 2 von 3 Ihr Netto

Maßgeblich sind die letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn des Mutterschutzes.
Wo finde ich das gesetzliche Netto?
Muster einer Gehaltsabrechnung Markiert sind „Gesetzliches Netto“ (das richtige Feld), „Steuer-Brutto“ (für die Steuerangaben) und der Auszahlungsbetrag (nicht verwenden). Abrechnung der Brutto/Netto-Bezüge April 2026 StKl IV · Kinderfreibetr. 0 · Konf. – Gehalt 3.500,00 Gesamt-Brutto 3.540,00 Steuer-Brutto (laufend) 3.500,00 Lohnsteuer −411,58 Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenvers. −761,25 Gesetzliches Netto 2.327,17 Vermögenswirksame Leistung −40,00 Auszahlungsbetrag / Überweisung 2.287,17
  • Gesetzliches Netto (auch „Netto-Verdienst“ oder „Nettobezug“): Das tragen Sie ein – nach Steuern und Sozialversicherung.
  • Nicht der Auszahlungsbetrag – darin sind z. B. vermögenswirksame Leistungen, Dienstwagen, Vorschüsse oder Pfändungen schon verrechnet.
  • Steuer-Brutto (laufend, ohne Einmalzahlungen): nur für die freiwilligen Angaben zur Steuer.

Das gesetzliche Netto lt. Gehaltsabrechnungen – nicht der Auszahlungsbetrag

Waren Sie in einem Monat noch nicht beschäftigt, lassen Sie ihn leer.
Angaben zur Steuer – für die Prüfung „Geht noch mehr?“ (freiwillig)

Alles steht auf Ihrer Gehaltsabrechnung. Damit prüft der Rechner, ob eine andere Steuerklasse oder ein Freibetrag Ihren Zuschuss erhöht.

„Steuer-Brutto“ bzw. „steuerpflichtiges Brutto“, laufend – ohne Einmalzahlungen.
Steht als „Freibetrag mtl.“ bei den Steuermerkmalen. Steht dort nur ein Jahresbetrag, teilen Sie ihn durch 12.
Nur für tatsächliche Kosten, z. B. Fahrtkosten oder Arbeitsmittel über 1.230 € im Jahr.
So rechnet der Rechner
Ihr Netto aus den drei Monaten vor dem Mutterschutz wird durch 90 Kalendertage geteilt (je Monat 30 Tage). Davon zahlt die Krankenkasse bis zu 13 € pro Tag, Ihr Arbeitgeber den Rest. Tage ohne Gehalt (z. B. mit Krankengeld) und Einmalzahlungen zählen nicht mit; eine dauerhafte Gehaltserhöhung schon. Ihre Angaben werden nur für die Berechnung übertragen und nicht gespeichert.
Hinweis:
Mutterschaftsgeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber genauso wie Elterngeld dem sog. Progressionsvorbehalt in der Einkommensteuer.

So funktioniert unser Mutterschaftsgeldrechner

Die Berechnung des Mutterschaftsgeldes einfach erklärt

Mutterschaftsgeld ersetzt ein durchschnittliches vormutterschutzliches Nettoarbeitsentgelt. Im ersten Schritt tragen Sie also den Beginn des Mutterschutzes in den Rechner ein.

Darauf basierend wird automatisch der Dreimonatszeitraum vor Beginn des Mutterschutzes ermittelt. Dort sollen die Nettoarbeitsentgelte der jeweiligen Monate eingetragen werden.

Mit dem Klick auf „Mutterschaftsgeld berechnen“ wird der Arbeitgeber-Zuschuss ermittelt, indem zunächst die Summe des eingetragenen Nettoarbeitsentgelts ermittelt wird, welches dann durch 90 Kalendertage (je Monat 30 Tage) geteilt wird, um ein durchschnittliches kalendertägliches Nettoarbeitsentgelt zu erhalten. Tage ohne Gehalt (zum Beispiel mit Krankengeld) und Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld zählen dabei nicht mit.

Davon werden die 13€ der Krankenkasse abgezogen und es verbleibt der Arbeitgeber-Zuschuss-Anteil, den der Arbeitgeber für jeden Tag des Mutterschutzes an die Mutter auszahlt. In der Regel erfolgt die Auszahlung wie beim laufenden Arbeitsentgelt.

Rechenbeispiel: So viel Geld bekommen Sie im Mutterschutz

Angenommen, Ihr Nettolohn betrug in den letzten drei abgerechneten Monaten vor dem Mutterschutz jeweils 2.400 €.

  • Nettolohn der drei Monate: 7.200 €, geteilt durch 90 Tage = 80 € pro Kalendertag
  • Davon zahlt die Krankenkasse 13 € pro Tag, der Arbeitgeber den Rest: 67 € pro Tag.
  • Bei einer Geburt am errechneten Termin gibt es Geld für 99 Kalendertage (6 Wochen vor der Geburt, den Entbindungstag und 8 Wochen danach):
    Krankenkasse 99 × 13 € = 1.287 €
    Arbeitgeber 99 × 67 € = 6.633 €
    Zusammen 7.920 € – also ungefähr Ihr bisheriges Netto.

Bei Frühgeburt oder Mehrlingen verlängert sich der Zeitraum entsprechend, zum Beispiel auf 127 Tage (6 Wochen, Entbindungstag und 12 Wochen). Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss sind steuer- und sozialabgabenfrei; sie erhöhen aber den Steuersatz auf Ihr übriges Einkommen (siehe Fragen unten).

Gut zu wissen:

Der Arbeitgeber bleibt nicht auf den Kosten sitzen, sondern bekommt den Zuschuss in voller Höhe über die U2-Mutterschaftsgeldumlage von der Krankenkasse erstattet. Das Mutterschaftsgeld trägt damit letztlich die Versichertengemeinschaft.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen die Berechnung des Mutterschaftsgeldes darzulegen und für Elterngeldzwecke mit folgenden Daten formlos zu bescheinigen:

– Dauer des Leistungsbezuges (von wann bis wann)
– Höhe des kalendertäglichen Auszahlungsbetrages

Die Bestätigung kann formlos erfolgen, der Arbeitgeber kann jedoch auch dieses Arbeitgeber-Bestätigungsformular verwenden.

Wer zahlt Mutterschaftsgeld? Übersicht nach Versicherung

Ihre Situation
Mutterschaftsgeld
Zuschuss vom Arbeitgeber
Ihre Situation
Angestellt und selbst gesetzlich versichert
Mutterschaftsgeld
Krankenkasse, höchstens 13 € pro Kalendertag
Zuschuss vom Arbeitgeber
ja – der Unterschied zum bisherigen Netto
Ihre Situation
Angestellt und privat versichert oder familienversichert (auch im Minijob)
Mutterschaftsgeld
Bundesamt für Soziale Sicherung, einmalig höchstens 210 €
Zuschuss vom Arbeitgeber
ja, wenn Ihr Netto über 13 € pro Tag lag
Ihre Situation
Selbstständig, freiwillig gesetzlich versichert mit Anspruch auf Krankengeld
Mutterschaftsgeld
Krankenkasse, in Höhe des Krankengeldes
Zuschuss vom Arbeitgeber
–
Ihre Situation
Selbstständig ohne Krankengeldanspruch
Mutterschaftsgeld
kein Mutterschaftsgeld (privat Versicherte: gegebenenfalls Krankentagegeld laut Vertrag)
Zuschuss vom Arbeitgeber
–
Ihre Situation
Beamtin
Mutterschaftsgeld
kein Mutterschaftsgeld – die Bezüge werden während der Schutzfristen weitergezahlt
Zuschuss vom Arbeitgeber
–

Einen gesetzlichen Mutterschutz für Selbstständige gibt es bisher nicht; die Bundesregierung hat ein Gesetz angekündigt, beschlossen ist es noch nicht (Stand: Oktober 2026). Mehr zu den Leistungen der Krankenkasse: Mutterschaftsgeld der Krankenkasse, zum Zuschuss: Arbeitgeberzuschuss.

Zum Ausdrucken: Mutterschutz-Fahrplan zum Eintragen – Beginn und Ende Ihrer Schutzfristen selbst eintragen, Sonderfälle, was wann an wen und Ihr Geld im Mutterschutz (PDF, 2 Seiten). Alle Checklisten und Vorlagen

FAQ

Quellen und Rechtsgrundlagen

  • Mutterschutzgesetz (MuSchG): § 19 (Mutterschaftsgeld), § 20 (Arbeitgeberzuschuss), § 21 (Berechnung des Durchschnittsverdienstes)
  • Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V): § 24i (Mutterschaftsgeld)
  • Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG): § 3 (Anrechnung auf das Elterngeld)
  • Einkommensteuergesetz (EStG): § 32b (Progressionsvorbehalt)
  • Familienportal des Bundes: Mutterschaftsleistungen

Quellen geprüft: Oktober 2026

Stand: Oktober 2026.

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